PM: CDU und FDP behandeln Studierende wie Kinder/ Grüne fallen um

Das Recht auf studentische Selbstbestimmung darf nicht angefasst werden. Bildungspolitik muss die Zukunft gestalten und nicht Scheinprobleme bekämpfen. Die Jusos SH fordern statt einer Scheindiskussion Investitionen in Universitäten und Bildung.

Die Juso-Hochschulgruppen Schleswig-Holstein und die Jusos Schleswig-Holstein erteilen den Überlegungen über die Verschärfung der Anwesenheitspflicht eine klare Absage. Studierende seien erwachsene Menschen, die eigenverantwortlich und ohne Zwänge ihrem Studium nachgehen könnten. Wer das verkenne, setze auf die Verbreitung des Klischees des faulen Studenten, anstatt die eigentlichen bildungspolitischen Probleme im Land anzugehen.

Die im Koalitionsvertrag festgeschriebene Überprüfung der Anwesenheitspflicht ist ein Rückschritt in der Bildungspolitik und ein fatales Eingeständnis seitens der Grünen-Fraktion.

Dazu sagte die Juso Landesvorsitzende Sophia Schiebe: “Wir haben lange für die Abschaffung der Anwesenheitspflicht gekämpft. Studierende müssen ihr Studium flexibel gestalten können, gerade weil viele Studierende neben dem Studium einer Arbeit nachgehen müssen, Kinder haben oder Angehörige pflegen müssen. Anstatt vermeintliche Symptome zu bekämpfen, sollte man an die Ursache gehen und sich für eine bessere finanzielle Unterstützung der Studierenden einsetzen. Die wiederholt geforderte Reform des Bafögs könnte dazu einen Beitrag leisten.”

Teresa Jütten, Vorsitzende der Juso Hochschulgruppe Kiel, ergänzte: “Als Studierende nicht selber darüber entscheiden zu können, wie ich selbst Lernen sinnvoll gestalte, stellt einen nicht hinnehmbaren Einschnitt in das studentische Selbstbestimmungsrecht dar. Vor allem, wenn man betrachtet, dass die diejenigen, die sich für die Wiedereinführung der Anwesenheitspflicht ausgesprechen, mit hoher Wahrscheinlich auch ohne diese ihren Hochschulabschluss erreicht haben.”

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