Unsere Forderungen für die Studi-Wahlen 2019

Eine Zusammenfassung unser zehn wichtigsten Forderungen!Wir begreifen uns als sozialistisch-feministisch-internationalistische Hochschulgruppe an der CAU. Wir kämpfen für Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität an der Universität und in der Gesellschaft.

Als Hochschulgruppe setzen wir uns für einen emanzipatorischen Bildungsbegriff ein.

In unserer Gremienarbeit lassen wir uns von unseren Grundsätzen leiten. Gegen menschenverachtende Ideologien kämpfen wir auf allen Ebenen und achten darauf, dass für Nazis und Rechtspopulismus kein Platz an der Uni geschaffen wird.

Vor, während und nach dem Studium sind wir Teil dieser Gesellschaft. Wenn es die Verhältnisse verlangen, bringen wir daher auch Themen an die Universität, die nicht direkt mit Bildungspolitik in Verbindung stehen.

Studienbedingungen

Viele Student*innen haben neben der Universität weitere Verpflichtungen, die ihren Zeitplan begrenzen. Sei es gesundheitliche Beeinträchtigung, der Nebenjob zur Finanzierung des Studiums oder die eigene Familie – aus vielen Gründen ist für Student*innen eine flexible Studiengestaltung dringend notwendig.

Es bedarf studierendenfreundlicher Studienbedingungen, um ordentlich wissenschaftlich und ohne Druck studieren zu können. Jedes Studium ist von verschiedenen Prüfungsleistungen geprägt. Nicht selten hängt Frust am Studieren mit komplizierten, intransparenten und studierendenfeindlichen Prüfungsformalia zusammen. Das Studium darf nicht reines “Bulimie-Lernen” sein, sondern muss Raum zur Persönlichkeitsentwicklung bieten.

Wir setzen uns daher für eine studierendenfreundliche Gestaltung und Verbesserung von Studiengängen ein, welche Flexibilität und Mobilität im Studium gewährleisten. Hier sehen wir es insbesondere als unsere Aufgabe, die interne Qualitätssicherung von Studiengängen an der CAU kritisch zu begleiten, um bestmögliche Studienbedingungen für Student*innen an der CAU zu gewährleisten.

Deshalb wollen wir:

• dass die Abmeldefristen deutlich näher an die Prüfungszeitpunkte gerückt werden, oder die Regelung wieder eingeführt wird, dass das Nichterscheinen zu einer Prüfung folgenlos ist;

• dass alle Prüfungen in jedem Semester geschrieben werden können, auch wenn die entsprechenden Lehrveranstaltung nicht angeboten werden und ohne den Wegfall bisheriger Prüfungsangebote;

• dass Seminarplätze nach einem fairen Verfahren vergeben werden und nicht nach dem Windhund-Prinzip;

• dass alle Anmeldemodalitäten, sowohl zu Prüfungen als auch zu den Veranstaltungen selbst, rechtzeitig und an zentraler Stelle veröffentlicht werden;

• dass Dozierende stärker dazu verpflichtet werden, die Fristen für die Noteneintragung einzuhalten;

• dass die Einsicht in Klausuren und eine transparente Aufklärung über die Bewertungsmaßstäbe nicht mehr eine zu beantragende und zu genehmigende Ausnahme ist, sondern die Regel, wie es in einigen wenigen Studiengängen bereits üblich ist;

• dass man sich von Hausarbeiten und anderen Prüfungsleistungen genauso wie von Klausuren abmelden kann;

• dass die Abgabezeit für Hausarbeiten und anderer längerer schriftlicher Prüfungszeiten um die vollständige Länge eines Pflichtpraktikums verlängert wird.

• dass die Verschulung des BA und MA durch mehr Wahlmöglichkeiten und weniger Modulprüfungen verringert wird, sodass wir intensiver und gründlicher studieren können. Das Studium ist mehr als Schule!

Wir fordern die Abschaffung von unrechtmäßiger Anwesenheitspflicht in Veranstaltungen und die Gestaltung von Studien- und Prüfungsordnungen im Sinne des studierendenzentrierten Lernens.

Arbeitsbedingung studentische Beschäftigung

Die Arbeitsbedingungen der studentischen Beschäftigten an Hochschulen werden seit Jahrzehnten kontrovers diskutiert. Neben dem oftmaligen Verschweigen von Urlaubsanspruch und dem Vergüten von Krankheitstagen bzw. Feiertagen spielt eine starke Intransparenz bei der Gehaltsbildung und –entwicklung in vielen Bundesländern eine entsprechend große Rolle. Dennoch stellen die studentischen Beschäftigten einen wichtigen Bestandteil der Arbeitsfähigkeit der Hochschulen dar. Gleichwohl erhalten Student*innen, welche eine Beschäftigung an Hochschulen ausüben, meist Verträge mit Laufzeiten von nur wenigen Monaten, so dass Arbeitgeber*innen die Möglichkeit haben, Student*innen, die ihre Arbeitsverhältnisse kritisch hinterfragen, nicht weiter zu beschäftigen. Gleichzeitig sind es die studentischen Beschäftigten, die häufig auch auf die Beschäftigung angewiesen sind. Dadurch sind sie einer schwierigen Perspektive ausgesetzt und mangelnd abgesichert.

Student*innen, die gegen Vergütung an einer Hochschule arbeiten, begeben sich teilweise in eine doppelte Abhängigkeit: Wer an einem Institut arbeitet, an dem er*sie auch studiert, steht unter dem Druck, dass sich bestimmte Verhaltensweisen negativ auf die Noten oder den erfolgreichen Abschluss des Studiums auswirken könnten. Die Folge ist, dass sich diese Gruppe von Arbeitnehmer*innen selten mit rechtlichen Maßnahmen zum Durchsetzen ihrer Belange behilft.

Deshalb soll gemeinsam mit unseren wichtigsten Bündnispartner*innen im Bereich guter Arbeit, den Gewerkschaften, daran gearbeitet werden, dass Student*innen besser über ihre Rechte informiert werden. Weiterhin muss sich kritisch mit der Möglichkeit des Ausnutzens studentischer Beschäftigter durch die Anwendung u.a. verschiedener Vertragstypen (z.B. Werkverträge) auseinandergesetzt werden.

Wir wollen einen Tarifvertrag für studentische Beschäftigte und setzen uns für die Einführung einer Vertretung der Belange der studentischen Beschäftigten in Hochschulgesetz und Grundordnung der Universität ein.

Familiengerechtes Studieren

Vor allem für junge Mütter dürfen eine Schwangerschaft und ein Kind nicht zur Einschränkung werden und ein erfolgreiches Studium erschweren. Die Universität soll junge Familien deshalb unterstützen und ein familiengerechteres Studieren ermöglichen, vor allem durch die Schaffung eines familienfreundlicheren Campus. Deshalb fordern wir :

  • Familienarbeitsplätze
  • Spielmöglichkeiten auf dem Hauptcampus

Lehre

Für uns ist das Studium keine bloße Investition in die eigene Karriere, sondern vor allem ein Rahmen, sich frei zu entfalten, die eigenen Fähigkeiten und Interessen zu entdecken und mit Mitmenschen in den Diskurs zu treten. Für uns bietet das aktuelle Hochschulsystem hierfür nicht genug Möglichkeiten!

Die Universität besteht nicht nur aus den Professor*innen und Lehrenden, sondern hauptsächlich aus Studierenden und deren Ideen. Für den kritischen Diskurs wollen wir Studis zusammenbringen, die sich mit gesellschaftlichen Themen befassen wollen.

Deshalb setzen wir uns für eine “studentische Lehre” ein: Autonome Tutorien von Studierenden für Studierende, offen für alle, abseits des Lehrbetriebs und frei von allen Zwängen. Dafür sollen in Kooperation mit dem Projekt PerLe und den Fachschaften wissenschaftliche Themen aus allen Fachbereichen vorgesehen sein, die mit innovativen Lehrmethoden nahegebracht werden.

Nach dem Prinzip Klasse statt Masse können Interessierte so schon einmal moderne Lehre üben – und die Teilnehmenden nebenbei ein Gefühl für Diskussion und die Vielfalt der kritischen Lehre bekommen.

Finanzen der Studierendenschaft

  • Klare und gerechte Richtlinien für Zuschüsse und Finanzförderungen

Mit den Finanzen der Studierendenschaft muss verantwortungsbewusst umgegangen werden. Dafür braucht es für alle Beteiligten klare Regelungen. Unsere Priorität liegt hier bei der Sicherstellung von Gleichbehandlung aller Antragsteller*innen und Fachschaften sowie der Förderung von studentischen Projekten und Initiativen. Hierfür wollen wir die Zuschuss- und Förderrichtlinien nachvollziehbarer und transparenter gestalten.

  • Schnellere und verlässlichere Bearbeitung von Finanzanträgen

Uns ist es wichtig, dass studentische Initiativen und Projekte schnell und unkompliziert gefördert werden. Daher setzen wir uns dafür ein, dass Antragsverfahren für Förderanträge im Studierendenparlament zu vereinfachen und zu beschleunigen.

Hierzu gehört auch eine verbesserte Informationslage für internationale Studierende:

Das Studierendenparlament muss über seine Angebote zur finanziellen Unterstützung auch auf Englisch informieren.

Sponsoring an der Hochschule

Wir setzen uns gegen Einflussnahme durch Großkonzerne an unserer Uni ein. Deshalb wollen wir auch in der Finanzierung unserer Universität unabhängig bleiben. Sponsoring lehnen[a] wir konsequent ab. Wir brauchen keinen ALDI-Hörsaal und TKMS-Übungsraum.

Mobilität

Ein Studium braucht auch eine starke soziale Infrastruktur. Die eingeschränkte Mobilität ist dabei neben dem Mangel an bezahlbarem Wohnraum ein großes Problem, das endlich gelöst werden muss. Der eingeschränkte abendliche Busverkehr ebenso wie die hoffnungslos überlasteten Busse rund um den zentralen Universitätscampus sind in Kiel nicht länger hinnehmbar. Wir werden uns auch außerhalb der studentischen Prozesse für eine studierendenfreundliche Verkehrspolitik einsetzen.

Die Umsetzung des landesweiten Semestertickets werden wir weiterhin kritisch begleiten.

Deshalb fordern wir:

  • Auslastung der Busse rund um die Fakultäten auf ein erträgliches Maß reduzieren
  • eine erneute Auseinandersetzung mit der Preisbildung des landesweiten Semestertickets sobald es eine erneute Evaluierung des Fahrverhaltens der Studierenden gibt.

Fahrrad

Wir setzen uns für eine Verkehrswende auch an der Universität ein. Dafür wollen wir mehr hochwertige Abstellmöglichkeiten für‘s Fahrrad schaffen. Wir brauchen nicht nur mehr Fahrradbügel, sondern auch Überdachungen und Fahrradreparatursäulen, wie an der Mensa 1. Der Fahrradverkehr braucht auch im Uniumfeld mehr Platz. Wir werden uns gegenüber der Stadt dafür einsetzen, dass der Kreuzungsbereich Olshausenstr./Westring fahrradfreundlicher gestaltet wird. Auch in der Olshausenstraße muss dem Radverkehr mehr Raum gewährt werden, etwa indem eine komplette Fahrspur ausschließlich zum Fahrradfahren genutzt werden darf. Auch die Leibnizstraße muss fahrradfreundlicher gestaltet werden. Pläne zu einer Hochschule-Premiumrouten (Fahrradpremiumroute von der FH bis zur Uni) unterstützen wir. Die Uni soll sich dafür einsetzen, als Akteur und Standort am städtischen Leihradsystem berücksichtigt zu werden.

Digitalisierung

Wir möchten, dass alle Teile des Campus gleichermaßen mit WLAN versorgt sind, um mit einfachem Zugriff auf Materialien die Lehre zu verbessern. Das heißt insbesondere, dass das UKSH flächendeckend mit eduroam versorgt werden muss.

Wir sind der Ansicht, dass bei zunehmender Marktmacht von Großkonzernen eine emanzipatorische Bewegung nötig ist, die die Rechte der Menschen im Internet verteidigt. Wir sagen Nein zur Datensammelwut und social profiling, zu ‚sozialer‘ Isolation und Filterblasen. Deswegen möchten wir in der politischen Bildungsarbeit auf diese Themen einen verstärkten Fokus legen.

Außerdem unterstützen wir generell die Bestrebungen, den Wissenschaftsbetrieb gemeinfrei und konkurrenzlos auszurichten. Öffentliche Forschung soll öffentlich zugänglich sein (open science).

Nachhaltigkeit

Kiel als Hochschulstadt mit über 30.000 Student*innen und die CAU mit über 25.000 Student*innen sind mit vielen Problemen konfrontiert, die gleichzeitig Konfliktfelder des Umweltschutzes darstellen.

Unterbringung, Infrastruktur, Energie- und Ressourcenverbrauch sind nur einige der betroffenen Bereiche. Beim Umgang mit diesen Bereichen muss der Aspekt der Nachhaltigkeit die zentrale Rolle spielen.

Konkret bezogen auf die CAU heißt das, Renovierungs-, Neubau- und Ausbaumaßnahmen müssen so gestaltet werden, dass verwendete Baumaterialien aus umweltfreundlicher Produktion stammen und dass moderne und effiziente Technik genutzt wird.

Wir setzen uns für mehr Nachhaltigkeit auf dem Campus ein und streben an, den Begriff der Nachhaltigkeit verstärkt in den Fokus der Studierendenschaft zu rücken. Das bedeutet für uns einen bewussten und verantwortungsvollen Umgang mit begrenzten Ressourcen, wie Energie, Lebensmitteln und Verbrauchsgütern, sodass wir einen Beitrag zu der globalen Problematik im Diskurs des Umweltschutzes leisten.

Weiter fordern wir eine optimierte Schwerpunktsetzung: Weg vom Auto, hin zu mehr ÖPNV und Fahrrädern! Um dieses zu ermöglichen, braucht es aber einen fahrradfreundlichen Campus. Dazu gehören für uns u.a. mehr Fahrradständer, Fahrrad-Servicestationen und der Ausbau von alternativen Fahrradwegen.

Deshalb fordern wir:

  • verantwortungsvollen Umgang mit begrenzten Ressourcen wie Energie, Lebensmitteln und Verbrauchsgütern;
  • mehr Fahrradständer, Fahrrad-Servicestationen und Ausbau von alternativen Fahrradwegen;
  • die Studierendenschaft soll ihre Infomaterialien verstärkt digital anbieten
  • Hochschulen, Bibliotheken und Studierendenwerke müssen ihre Energie zu 100% aus erneuerbaren Quellen beziehen;
  • Neubauten sollen als Niedrigst-, Null-Energie-oder Passivhäuser gebaut werden, falls ein Neubau notwendig ist; die angemessene Berücksichtigung nachwachsender Rohstoffen als Baumaterial bei Neubauten die schrittweise Sanierung des Gebäudebestand unter dem Gesichtspunkt der CO2-Effizienz durch den Einsatz energieeffizienter Technologie, optimierter Heizsysteme und ausreichender Dämmung;
  • die Nutzung von Regenwasser und Abwasser für Spülungen
  • sowie das Divestment finanzieller Mittel, die durch die Hochschulen und Studentenwerke kontrolliert werden, aus Geschäftsfeldern die auf die Extraktion, Verarbeitung und den Vertrieb fossiler Energien spezialisiert sind.
  • den Austausch von Diesel- und Benzinautos in den Fuhrparks der Hochschule, Bibliotheken und des Studierendenwerks durch Elektro-und Wasserstoffautos, auch der Einsatz von (elektrobetriebenen) Lastenfahrrädern ist denkbar
  • den Ausbau der kommunalen Fahrradinfrastruktur vor allem in der Nähe von und zwischen den Hochschulstandorten
  • die Bereitstellung von ausreichend Fahrradstellplätzen auf den Geländen der Uni und in der direkten Umgebung
  • ein Anreizsystem dafür, Dienstreisen der Hochschulangehörigen mittels Zug und ÖPNV zu unternehmen
  • sowie den Ausgleich von internationalen Dienstreisen im Flugzeug durch den Kauf von CO2-Zertifikaten.
  • die Ersetzung von Einwegbechern durch Mehrwegbecher im Pfandsystem auf dem Campus
  • die Vermeidung von Einmalgeschirr auf Veranstaltungen der Verfassten Studierendenschaften einschließlich ihrer Untergliederungen.
  • die stärkere Verankerung von Ansätzen der pluralen Ökonomik in den Wirtschaftswissenschaften -die Neoklassik reicht nicht mehr aus
  • die Etablierung eine papierlosen Hochschulbürokratie – Anträge müssen auch digital anerkannt werden können
  • den Aufbau kostenfreier Möglichkeiten, papierfrei zu arbeiten zum Beispiel durch kostenlose Scanner
  • Um diese Forderungen umsetzen zu können, fordern wir abschließend die Erarbeitung und Beschließung von Nachhaltigkeitsklauseln durch die zentralen Gremien der akademischen und studentischen Selbstverwaltung

Bezahlbarer Wohnraum

Die Lage des studentischen Wohnens innerhalb Kiels spitzt sich immer weiter zu.

Die Preise für Wohnraum steigen immer weiter. Student*innen können es sich immer seltener leisten, in Hochschulnähe zu wohnen und so auch am Universitätsleben umfassend teilzunehmen. Gerade mal 5,4% der Student*innen sind in Schleswig-Holstein in einem Studierendenwohnheim untergebracht. Diese Quote ist zu gering und muss sich ändern! Wir setzen uns deswegen dafür ein, dass die Studierendenwohnheime mittels weiterer Investitionen des Landes neu gebaut und renoviert werden.

Auch innerhalb Kiels gibt es zu wenig sozialen Wohnraum. Immer mehr Student*innen suchen verzweifelt nach einem Platz in einer WG oder nach einer eigenen Wohnung, müssen dann aber zwangsläufig doch bei Freund*innen auf der Couch „wohnen“ oder jeden Tag aus ihrer alten Heimatstadt pendeln. Auch die internationalen Student*innen werden von dieser Problematik nicht verschont. Der soziale Wohnungsbau muss ausgeweitet werden, sonst wird diese Thematik endgültig zu Zündstoff innerhalb unserer Gesellschaft. Deswegen setzt sich die Juso-Hochschulgruppe dafür ein, dass der soziale Wohnraum ausgebaut wird.

Wir kämpfen weiterhin dafür, die Wohnsituation in Kiel für Student*innen und andere betroffene gesellschaftliche Gruppen zu verbessern. Dazu gehört die Forderung nach weiterem Wohnheimbau des Studierendenwerks in Universitätsnähe genauso wie unser Engagement im Wohnraumbündnis mit dem Ziel, die Mietpreise so schnell wie möglich zu senken und weiteren sozialen Wohnraum zu schaffen.

Gleichstellung und Antidiskriminierung

Diskriminierung ist allgegenwärtig in unserer Gesellschaft und auf unserem Campus. Egal ob dies aufgrund von Geschlecht, Herkunft, Behinderung, sexueller Orientierung oder Identität geschieht, kämpfen wir als Juso-Hochschulgruppe gegen jegliche Form von Benachteiligung.

Als feministischer Richtungsverband legen wir einen besonderen Arbeitsschwerpunkt auf den Kampf gegen die Benachteiligung von Frauen. Es machen zwar immer mehr Frauen Abitur, aber sehr viel weniger nehmen dann auch ein Studium auf. Am Anfang des Studiums herrscht weitestgehend noch Geschlechterparität. Das bedeutet, es fangen genauso viele Frauen wie Männer an zu studieren. Aber nur 10 % aller C4-Professuren werden von Frauen besetzt. Trotz formal gleicher Rechte sind es vor allen Dingen Frauen, die aus familiären Gründen ihre Karriere unterbrechen oder beenden, in Teilzeit arbeiten und bei gleicher Position durchschnittlich 23% weniger verdienen als ihre männlichen Kollegen.

Wir solidarisieren uns mit der Gleichstellungsbeauftragten Iris Werner und ihren Vorhaben, den Frauenanteil in allen Bereichen der Universität, besonders im Bereich Forschung und Lehre zu erhöhen.

Zur Gleichstellung gehört für uns aber nicht nur die Gleichstellung von Frauen, sondern auch das Eintreten für Minderheiten. LGBTQ+, ausländische Studierende und  Menschen mit Behinderung müssen ebenso Schutz vor Diskriminierung erhalten.

Wir wollen das unser Campus ein diskriminierungsfreies Umfeld für jede*n ist!

Inklusion

Die Juso Hochschulgruppe setzt sich für eine inklusive Hochschule ein. Inklusion ist für uns eine Querschnittsaufgabe und Querschnittsthema für die ganze Universität. Wir setzen uns für die Barrierefreiheit von Gebäuden, egal ob Neubau oder Bestandsbau genauso ein wie für mehr Inklusion im Studium, speziell in der Lehre. Für Studierende mit einer Beeinträchtigung ist es wichtig, möglichst flexibel auf die eigenen momentanen Bedürfnisse reagieren zu können. Nicht nur physische Barrieren auf dem Campus müssen weiter abgebaut werden, sondern auch ein Campusumfeld  geschaffen werden, dass psychische Beeinträchtigungen minimiert. Wir begleiten seit Jahren den Umsetzungsprozess des CAU Aktionsplans zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention sowie die Umsetzung der im Audit “Vielfalt Gestalten” vereinbarten Ziele und Maßnahmen.

Wir fordern:

  • Mehr Berücksichtigung von Barrierefreiheit bei Um- bzw. Neubauten und

Renovierungsmaßnahmen von Gebäuden auf dem Campus, inklusive Etablierung von Leit- bzw. Orientierungssystemen.

  • Mehr Ruheräume auf dem Campus.
  • Auf- und Ausbau inklusiver Angebote der Universität und des

Studentenwerks (Umsetzungsdienst für Lehr- und Lernmaterialien,

Mobilitätsservice, Sportangebote)

  • Stärkung und Ausbau des bereits bestehenden Beratungsnetzwerks auf dem Campus
  • Für Diversität beauftragte Personen in jeder Fakultät
  • Mehr digitale Lehr- und Lernangebote, um flexibler studieren zu können.

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